Amnesty International – Geschichte, organisatorische Struktur, einige
Zahlen & Fakten
Entstehung und Entwicklung von Amnesty International
Ausgelöst wurde die Entstehung von Amnesty durch einen Zufall. Der britische Rechtsanwalt Peter Benenson hatte erfahren, dass in Portugal zwei Studenten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren, weil sie sich in einem Lokal regime-kritisch geäußert hatten. Am 28. Mai 1961 veröffentlichte er im britischen Observer einen Artikel unter dem Titel "The Forgotten Prisoners" (Die vergessenen Gefangenen), wo er in einem "Appeal for Amnesty" (Aufruf für Amnestie) die Freilassung der beiden Studenten forderte.
Die ausführliche Geschichte lesen Sie hier.
Seine Forderung traf auf ein weit verbreitetes Gefühl ohnmächtiger Empörung über Unrechtsurteile, die in Diktaturen – auch in Europa – gefällt wurden. So entstand innerhalb weniger Jahre eine weltweite Organisation – Amnesty International, die sich zu Beginn in erster Linie um politische Gefangene kümmerte und für deren Freilassung eintrat.
Peter Benenson entwickelte damals die Leitlinien der Arbeit von Amnesty (Prinzip der Gewaltlosigkeit, ideologische Neutralität, Instrument der Briefaktionen), die im Wesentlichen bis heute gültig sind.
Die deutsche Sektion wurde im selben Jahr, 1961, gegründet. Gründungsmitglieder waren u.a. die JournalistInnen Carola Stern und Gerd Ruge. Hier finden Sie ein Interview mit Carola Stern.
Einen Abriss der Entwicklung von Amnesty International, festgemacht an Daten, finden Sie auf der Seite der Regensburger Amnesty-Gruppe.
Struktur von Amnesty International
Eine detaillierte Darstellung finden Sie unter Wie ist Amnesty International organisiert?.
Einige Zahlen und Fakten zu Amnesty International
| Amnesty International ist in über 100 Ländern vertreten. | |
| Hinter Amnesty International stehen weltweit mehr als zwei Millionen Menschen. | |
| In Deutschland engagieren sich rund 100.000 UnterstützerInnen in 700 lokalen Gruppen, Jugend-, Länder- und Themenkoordinationsgruppen mit Amnesty für die Verteidigung der Menschenrechte. |

