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Su Su Nway

 

Portrait von Su Su Nway
Su Su Nway

ist eine 38-jährige (Stand 2010) Arbeitsrechtlerin und Mitglied der wichtigsten Oppositionspartei "Nationale Liga für Demokratie" (NLD). Am 13. November 2007 wurde sie in Yangoon verhaftet. Bei einer Demonstration war sie nur knapp der Festnahme entkommen. In der Folge tauchte sie in den Untergrund ab. Am 13. November weilte der UN-Sonderberichterstatter zur Menschenrechtssituation in Myanmar in Yangoon. Sie wollte ihn auf die Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land aufmerksam machen und hielt auf einer Straße in der Nähe seines Hotels ein regierungskritisches Plakat sichtbar in die Höhe.

Bis zum Prozess wurde sie im Inseim-Gefängnis in Yangooen festgehalten. Am 11. November 2008 wurde sie zu zwölf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Das Strafmaß wurde im Berufungsverfahren auf acht Jahre und sechs Monate reduziert.

Kurz nach ihrer Verurteilung wurde sie in das Kale-Gefängnis verlegt, rund 1100 Kilometer nördlich von Yangoon gelegen, und im August 2009 in das Hkamti-Gefängnis, rund 2000 Kilometer von Yangoon entfernt. Hkamti ist eines der abgelegensten Gefängnisse des Landes. Es liegt in einem malaria-verseuchten Gebiet und viele der Gefangenen dort haben sich diese Krankheit zugezogen.

Bei Su Su Nway kommt erschwerend hinzu, dass sie an einem angeborenen Herzfehler leidet und auch an Bluthochdruck. Eine kontinuierliche Versorgung mit Medikamenten ist für sie lebensnotwendig. Sie ist Schikanen der Gefängnisleitung ausgesetzt. Seit dem Frühjahr 2009 wird ihr jegliche medizinische Betreuung verweigert. Zeitweise wird sie auch mit Einzelhaft bestraft, darf keine Besuche ihrer Familie empfangen und erhält weder genug zu essen noch saubere Kleidung.

Su Su Nway war in zwei Fällen für schuldig befunden worden, gegen Paragraf 505 (b) Strafgesetzbuch verstoßen zu haben, der die bloße Absicht ahndet, die Bevölkerung in Angst oder Furcht versetzen zu wollen oder Unruhen anzustiften, die den Zustand der "öffentlichen Ruhe" stören.

Paragraf 143 und 152 Strafgesetzbuch gaben weitere Anklagepunkte her. In ihnen ist die Rede von "Verstößen gegen die öffentliche Ruhe" beziehungsweise von "Angriffen auf Staatsdiener oder deren Behinderung bei der Unterdrückung von Revolten".

Der Vido-Clip zeigt Su Su Nway und ihre Unterstützer bei einer Kundgebung im August 2007, als sie in einer Auseinandersetzung mit regierungstreuen Gegendemonstranten zeitweilig gefangen genommen wurde.

Jetzt kennen Sie die Lage von Su Su Nway. Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, laden Sie den Musterbrief herunter, unterschreiben Sie ihn und schicken ihn an den Regierungschef dieses Landes. Natürlich kann Ihnen niemand garantieren, dass durch Ihren Brief das Los von Su Su Nway eine Wende zum Besseren nimmt. Und die Entscheidungsabläufe in den Regierungsstellen Myanmars bleiben Außenstehenden ein Buch mit sieben Siegeln. Es ist für Su Su Nway aber in jedem Fall von Vorteil, wenn die Außenwelt an ihrem Schicksal nachweislich Anteil nimmt. Das kann über das kleine Quentchen - weniger Schikanen und besserer Versorgung - entscheiden, das den Unterschied zwischen Überleben und Nicht-Überleben ausmacht..