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die Gefängnisse in Myanmar

 

Und was kommt nach der Verurteilung? – die Gefängnisse in Myanmar

Die Bedingungen in den Gefängnissen sind erbärmlich und den Gefangenen Myanmars wird adäquate Ernährung und die notwendige medizinische Fürsorge verweigert. Die Häftlinge sind darauf angewiesen, dass sie von ihren Familien Lebensmittel, Kleidung und Medikamente erhalten. Verlegungen in abgelegene Gefängnisse, die dies unmöglich machen, werden als Schikane gegen politische Gefangene benutzt. Seit November 2008 hatten über 200 Gefangene darunter zu leiden.

Formal sind zwar einzelne Gefängniswärter mit der medizinischen Betreuung der Gefangenen betraut. Sie verfügen jedoch in der Regel über keinerlei Fachkenntnisse. Bezeichnenderweise hatte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes seit Ende 2005 keinen Zutritt mehr zu Haftanstalten in Myanmar.

Eine dem Fallbericht entnommene Schilderung der Umstände der Untersuchungshaft von Zaw Thet Ko Ko wirft ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in Myanmars Gefängnissen: Zaw Thet Ko Ko darf seine Zelle jeden Tag für eine Stunde verlassen. In dieser Stunde nimmt er ein Bad mit 7 Tassen Wasser und benutzt die Toilette. Es steht zwar eine flache Schüssel für Exkremente und ein Topf für den Urin zur Verfügung. Aber er und sein Zellenkollege sind übereingekommen, diese nicht zu benutzen, da unhygienisch.

Außer den Erfahrungen von Mie Mie und Zaw Thet Ko Ko dokumentierte Amnesty International in 2008 Fälle, in denen die Gefängnisleitung politischen Gefangenen Medikamente oder ärztliche Versorgung verweigerte.